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Mit dem Choral schuf Martin Luther gleich in den Anfangsjahren der Reformation eine neue musikalische Gattung, welche für ihre Umsetzung eine zentrale Rolle einnehmen sollte. Der Gemeindegesang wurde von Luther als „singende Verkündigung“ des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet. Im Programm der Newen Mittwochs-Compagney spinnen vier Choräle Martin Luthers den textlichen und melodischen Faden, der durch mehr als zweihundert Jahre Musikgeschichte führt. Beginnend beim einstimmigen Choral von Luther selbst führt der Weg über die kunstfertigen, mehrstimmigen Verrtonungen seiner Zeitgenossen Johann Walter und Caspar Othmayr bis hin zu den immer komplexer ausgestalteten Kantaten des Hochbarock von Dieterich Buxtehude, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach.

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Samstag, 23.9.2017, 18.00

Alter Stadthaussaal, Winterthur

Martin Luther, der Gelehrte, der Reformator, der Theologe, war auch ein begeisterter Musikliebhaber. Als Sänger und Lautenist hat er sich mit Lust und Freuden der Musik gewidmet. Welch wichtige Rolle sie in seinem Leben gespielt hat, geht immer wieder aus seinen Zeilen hervor: Mit großem Interesse und Begeisterung verfolgte er die Entwick- lung der damals aktuellen Musik. Luther war ein großer Verehrer der Musik eines Josquin Desprez oder Pierre de la Rue und korrespondierte mit berühmten Musikern wie Ludwig Senfl.

B-Five stellt aus Manuskripten und Musikdrucken ein Konzert zusammen, das die Klänge der Reformation lebendig werden lässt und Einblicke in die Gefühlswelt einer Zeit im Umbruch eröffnet: Nachdenkliche Melancholie, Glaubenseifer und Liebessehnsucht.

Samstag, 4.11.2017, 19.00 Konzert

Reformierte Kirche Winterthur Wülflingen

18.30 Einführung mit Pfr. Stefan Denzler

Heinrich Schütz (1585-1672), einer der ersten grossen deutschsprachigen Komponisten, hat den damals modernen italienischen Stil „ins Deutsche übersetzt“ und damit einen gerade für die evangelische Kirchenmusik zentralen Werkkomplex geschaffen.

Im Zentrum des Programmes stehen doppel  - und mehrchörige Vertonungen aus den „Psalmen Davids“ op. 2 sowie Schütz’ grossangelegte Vertonung des 116. Psalms. Zudem erklingen das deutsche Magnificat und einige ausgewählte Werke aus seinen Cantiones sacrae. Einen spannenden Kontrast dazu bilden die italienischen Madrigale aus seinem Opus 1. Komponierte der junge Schütz quasi avantgardistisch und ziemlich dissonant, so wurde seine Musik im Laufe seines langen Lebens immer konservativer bis hin zu einem abgeklärten, fast zeitlosen Spätstil. Der Kammerchor Winterthur und das Ensemble Lamaraviglia machen in ihrem ersten gemeinsamen Programm die Vielseitigkeit dieses grossartigen Komponisten hörbar und zeigen den gewichtigen Anteil, den seine Musik zur Verbreitung des reformatorischen Gedankenguts beigetragen hat.

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Wie feiert eigentlich ein Bär seinen Geburtstag? Was passiert, wenn ein Schwan im Flug so müde wird, dass er einschläft? Und wie erklärt man als Schnecke möglichst schonend einem Elefanten, dass ein Schneckenhaus nicht so gut als Tanzboden geeignet ist?

Das Blockflötenconsort B-Five geht diesen Fragen auf den Grund: rund um die zauberhaften Tier - erzählungen des  niederländischen Autors Toon Tellegen entstand in Zusammenarbeit mit Regisseur Hans Kriss ein wundervolles musikalisches Theaterstück, bei dem das Publikum in einen Wald voll neugieriger, verträumter, verfressener, ungeschickter und blitzgescheiter Tiere entführt wird. Von ihren phantastisch-skurrilen Erlebnissen berichten die Schauspielerin und Kabarettistin Margret Gilgenreiner und die fünf Flötenspieler auf fünfundzwanzig Flöten.











Markus Bartholomé - Katelijne Lanneau - Thomas List -Silja-Maaria Schütt - Mina Voet &

Margret Gilgenreiner, Schauspiel

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Konzerte Winterthur 2017

Die Erfolgsgeschichte des Genfer Psalters begann 1541 am katholischen französischen Hof mit Clement Marots ersten gereimten Psalmen in französischer Sprache.  Bereits zwanzig Jahre später erschien der erste komplette Genfer Psalter, eine Sammlung aller hundertfünfzig Psalmen, versehen mit eigenen Melodien. Diese Sammlung löste einen wahren Boom mehrstimmiger Kompositionen aus, welche sich schnell einer unglaublichen Beliebtheit erfreuten und sich dank Übersetzungen ins Deutsche und sogar ins Rätoromanische in Windeseile im reformierten Europa verbreiteten. Das Ensemble Lamaraviglia folgt in diesem Programm den Wegen des  Genfer Psalters durch Länder und Sprachen.  Im Kontrast mit weltlichen und geistlichen Madrigalen entsteht ein lebhaftes musikalisches Zeitgemälde.

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Konzert 1

DE TOUT MON COEUR

Der Genfer Psalter reist durch Europa

Samstag 25. 3. 2017  18.30 Uhr

Alter Stadthaussaal, Winterthur

Einführung mit Dr. Lukas Näf 18.00

Ensemble Lamaraviglia

Kinderkonzert

HALLO ELEFANT, SAGTE DIE SCHNECKE

Ein musikalisches Theaterstück

Sonntag, 24.9.2017,  14.30 Uhr

Alter Stadthaussaal, Winterthur

Konzert 4

JAUCHZET DEM HERRN ALLE WELT

Die Psalmen Davids von Heinrich Schütz

Kammerchor Winterthur  & Ensemble Lamaraviglia

Konzert 3

LUST HAB ICH GHABT ZUR MUSICA

Aus Luthers Musikbibliothek

B-Five Blockflötenconsort

Konzert 2

ES WOLLT' UNS GOTT GENÄDIG SEIN

Luthers Choräle im Wandel der Zeit

Newe Mittwochs-Compagney

B-Five Blockflötenconsort & Margret Gilgenreiner

Samstag, 6.5.2017, 19.00

Stadtkirche Winterthur

Einführung mit Pfr. Thomas Plaz-Lutz 18.30

Stephanie Boller, Mezzosopran - Stefan Kahle, Altus - Matthias Deger -  Tenor  - Ivo Haun, Tenor - Jedediah Allen, Bass

Seraina Perrenoud, Sopran  - Stephanie Boller, Mezzosopran - Jan Thomer, Altus -

Benjamin Berweger, Tenor - Jonas Atwood, Bass - Matías Lanz, Orgel

Ensemble auf historischen Instrumenten

Markus Bartholomé - Katelijne Lanneau - Thomas List - Silja-Maaria Schütt - Mina Voet

Burkhard Kinzler, Leitung - Jessica Jans, Sopran - Stephanie Boller, Mezzosopran -

Stefan Kahle, Altus - Matthias Deger, Tenor - Jedediah Allen, Bass

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Herzlich willkommen bei Musica Antigua, der Konzertreihe für Alte Musik!

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation tauchen wir 2017/18 in vier Konzerten in den reichen musikalischen Kosmos dieser bewegten Zeit ein. Wir folgen der Entwicklung der Gesänge des Genfer Psalters von ihrem Ursprung bis hin zu Jan Pieterszoon Sweelincks komplexen Renaissancesätzen. Wir lernen Martin Luther als Komponist, Dichter und Musikliebhaber kennen, und hören seine Choräle in den Vertonungen so bekannter Komponisten wie Heinrich Schütz, Dietrich Buxtehude, Georg Friedrich Telemann und Johann Sebastian Bach. Wir werfen einen Blick in die Übungsstuben der Musikkollegien der Schweiz und besuchen eine Abendmusik von Dietrich Buxtehude in Lübeck, und lernen so Musikinstitutionen kennen, die unser Konzertleben bis heute beeinflussen.

Ein Kinderkonzert bietet speziell dem jungen Publikum die Möglichkeit, Musik und Instrumente der Renaissance kennenzulernen, und in zwei Workshops erhalten Sie die Möglichkeit, gleich selber muszierend mitzutun.

Wir freuen uns auf entdeckungsreiche Erlebnisse mit Ihnen.


Stephanie Boller

Künstlerische Leitung

Aufbruch - Umbruch

Die Musik der Reformation

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