Ensembles 2019/ 2020

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Lamaraviglia – berührende Klangkunst von der Renaissance bis zum Frühbarock strömt bei diesem Ensemble aus jeder Note und jedem Atemzug.

Die Ensemblemitglieder sind allesamt Spezialisten in ihrem Fach, die aus aller Welt gekommen sind, um an den führenden Musikinstituten der Schweiz ausgebildet zu werden, allen voran an der Schola Cantorum Basiliensis. Wer Lamaraviglia vor und hinter der Bühne erlebt hat weiss, hier flirrt eine Menge positiver Energie durch den Raum. Von Schwizerdütsch, Deutsch, Französisch, Brasilianisch, Englisch bis Italienisch – hier treffen Sprachen und Kulturen aufeinander. Die gemeinsame Schaffenskraft ist von dem Willen geprägt, eine unmittelbare Verbindung zum Publikum aufzubauen – sprachlich, musikalisch, emotional.

Ein absolutes Novum: Heimatverbunden gestaltet das Ensemble Programme mit einem besonderen Fokus auf die Schweiz. Das Singen in den vier Landessprachen der Schweiz ist für das Ensemble Ehrensache; und ja, auch in Rätoromanisch.

Ensemble Lamaraviglia

Stephanie Boller, Mezzosopran - Stefan Kahle, Altus - Matthias Deger -  Tenor  - Ivo Haun, Tenor - Jedediah Allen, Bass

Lamaraviglia

Ensemble Meridiana

Dominique Tinguely, Blockflöte, Barockfagott - Sarah Humphrys, Barockoboe, Blockflöte

Sabine Stoffer, Barockvioline - Tore Eketorp, Viola da Gamba - Han-Naa Lee, Cembalo

Meridiana

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat sich das mehrfach preisgekrönte Ensemble Meridiana als eines der erfolgreichsten Kammermusik-Ensembles seiner Generation etabliert. Das Ensemble Meridiana ist 1. Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, z.B. Internationaler Telemann-Wettbewerb (2007, Magdeburg), International Young Artists Competition (2009, York) und Göttinger Reihe Historischer Musik der Händel-Gesellschaft Göttingen (2011).

Meridiana tritt an bekannten Festivals in ganz Europa auf, so z.B. an den Sommerkonzerten des Bach-Archivs Leipzig, am Lufthansa Festival of Baroque Music London und am York Early Music Festival. Konzerttourneen führten das Ensemble durch England, Norwegen, Rumänien, Irland, Finnland und die Schweiz.

Die erste CD Tastes of Europe erschien beim Label Linn records. Die zweite CD Les Voyages de l’Amour wurde bei Chandos Records veröffentlicht. Meridiana ist europaweit für Radio- und Fernsehstationen wie z.B. BBC Radio 3, RSR Espace 2, sowie TV Romania aufgetreten.

 Aliza Vicente Aranda, Violine - Luis Martínez Pueyo, Traversflöte

Alex Jellici  Viola da Gamba, Violoncello - Matías Lanz, Cembalo

Cardinal Complex Quartett

Cardinal_Complex_Quartett

Der Cardinal Complex wurde 2017 von dem Cellisten Alex Jellici und den Cembalisten Matías Lanz und Thomas Jäggi gegründet. Ziel des jungen Ensembles ist es, Musik des 17. und 18. Jahrhunderts auf höchstem Niveau, historisch möglichst realistisch mit spannenden Besetzungen und lebendigen Tempi zur Aufführung zu bringen. Cardinal Complex versteht sich als Pool von Barockmusikern, der von der kleinen Kammerbesetzung bis zu orchestraler Grösse beliebig erweitert werden kann. Ein Schwerpunkt liegt auf besonders farbenreicher und kraftvoller Generalbassbesetzung mit mehreren Tasten-, Zupf-, Streich- und Blasinstrumenten.

Der Name setzt sich zusammen aus Cardinal – Kardinalsfarbe Rot: Farbe der Leidenschaft, sinnbildlich für die geteilte und ungebremste musikalische Leidenschaft seiner Mitglieder – und Complex: Complesso, Ensemble.

In seiner Quartettformation hat  Cardinal Complex  beim 3. Internationalen Berliner-Bach-Wettbewerb 2018 den 2. Preis gewonnen.

Mojca Gal, Barockvioline

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Mojca Gal ist als Musikerin, Tänzerin und Choreografin tätig. Sie studierte Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis bei Amandine Beyer und schloss mit dem Masterdiplom ab. Sie konzertiert auf internationalen Bühnen, regelmässig mit dem Ensemble Ad Fontes (u.a. eigene Konzertreihe in Basel seit 2017), Freitagsakademie Bern, Grenzklang.

Im klassischen Ballett bildete sie sich bei Sergej Semenjuk und im ägyptischen traditionellen Tanz bei Eva Stramsek Midzic in Slowenien aus. Es folgte ein  Weiterbildungsstudium in historischem Tanz an der Schola Cantorum Basiliensis FHNW bei Barbara Leitherer. Ab Januar 2018 verfolgt sie die ISTD DDI/DDE Ausbildung in der Cecchetti Ballett Methode bei Penelope Robinson-Debatin. Mit ihrer Tanzkompanie Chorea Basileae brachte sie mehrere Ballette auf die Bühne: «Dornröschen, ein historisches Ballett» (2016), «Von Göttern, Königen und Dämonen» im Rahmen von der Konzertreihe FAMB Basel (2018), «Die neunte Muse» sowie Händel, Terpsicore (Coproduktion mit dem Zürcher Barockorchester und Theater Rigiblick Zürich, sowie den Musikfestspielen Sanssouci Potsdam 2019.

Helga Váradi, Cembalo

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Anotnin Pinget, Tanz

AntoninPinget

Antonin Pinget studierte zeitgenössischen Tanz und klassisches Ballett an der Tanzschule Dance Area in Genf u.a. bei Hélène Roux, Yvette Regueiro, Juan Jimenez, Gérald Durand, Gil Harush, Mena Avolio, Mikal Mardas und Luanda Mori. Im Bereich des historischen Tanzes bildete er sich bei Alain Christen, Pierre-Francois Dollé, Christine Bayle sowie Ana Yepes aus. Antonin arbeitet als freischaffender Tänzer im Bereich des zeitgenössischen Tanzes sowie im vorromantischen und klassischen Ballett.  Antonin tanzt regelmäßig in der Kompanie Chorea Basilea. Mojca Gal kreierte für ihn die Rolle des Prinzen in «Dornröschen» und die Hauptrolle als König Arthur in «Von Königen, Göttern und Dämonen». Im Sommer 2019 wirkte er auch bei den Innsbrucker Festwochen der alten Musik in der Tanzkompanie Corpo Barocco unter der Leitung von Sigrid T’Hooft bei der Produktion von «La Merope» von Ricardo Broschi mit.

Concerto dell' Ombra

Jedediah Allen, Zink - Teresa Ortner, Zink - Stephanie Dyer, Posaune

James Wigfull, Posaune

Concerto DellOmbra

Das Concerto dell’ Ombra vereint Zinken (italienisch Cornetto) und Posaunen zu einem vierstimmigen Ensemble mit Bass- Tenor - Alt- und Sopraninstrumenten. Dank seinem einzigartigen und warmen Klang wurde der Zink (er besteht aus einem Holzstück mit Grifflöchern, wird aber wie eine Trompete mit einem Mundstück angeblasen) oft mit der vielfältig und weich modulierbaren menschlichen Stimme verglichen.

Die Mitglieder des Ensembles um den Zinkspieler und Sänger Jedediah Allen fanden sich an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis und sind allesamt Spezialisten auf ihrem Instrument und in historischer Aufführungspraxis. Aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammend (Amerika, Deutschland, Italien und Irland) bringen sie ihre individuellen musikalischen Erfahrungen ins Ensemble. Es ist ihnen ein grosses Anliegen, wenig bekannte Musik des 17. Jahrhunderts durch Forschung und Anwendung neuester Erkenntnisse in der historischen Aufführungspraxis zurück in die Kirchen und in die Konzertsäle Europas zu bringen.

Helga Váradi erkundete die Welt der historischen Tasteninstrumente [Cembalo, Orgel, Hammerklavier] in Budapest, Szentendre, Wien, Siena, Lyon, Basel und Zürich. Sie vertiefte ihre Kenntnisse in Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2014 gewann sie in Lugano für ihr Cembalospiel den internationalen Wettbewerbspreis «Gianni Bergamo». Seitdem musizierte sie als Gastspielerin mit verschiedenen renommierten Orchestern und Ensembles in Europa und Südamerika. Als Mitarbeiterin des „Institute For Music Research“ an der Zürcher Hochschule der Künste dokumentiert sie das Leben der Geigerin Stefi Geyer (1888–1956) in einer Buchpublikation. Die Gesamtkorrespondenz zwischen Stefi Geyer und Béla Bartók wird darin ein erstes Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Helga Váradis erste auf dem Cembalo eingespielte CD Bartók & Baroque führte die holländische Zeitschrift «De Volkskrant» unter den 50 besten Aufnahmen des Jahres 2018 auf. Ihre zweite CD (November 2019) widmet sich Nannerl Mozart. Diese Produktion wird durch einen eigens konzipierten Kurzfilm bereichert.

Grand Désir

Anne-Marieke Evers, Mezzosopran - Stephanie Boller, Mezzosopran, Erzählerin

Anita Orme, Flöte, Erzählerin - Emanuele Forni, Theorbe -  N.N., Gambe

Grand Désir

Bereits zu Beginn ihres Musikstudiums im September 1998 fanden sich die Sängerin Anne-Marieke Evers und die Blockflötistin Anita Orme Della-Marta am Amsterdamer Konservatorium zusammen. Weiterführende Studien im Bereich der Musik des Mittelalters führten die beiden Musikerinnen an die Schola Cantorum Basiliensis (Musikakedemie Basel). Zusammen gründeten sie das Ensemble Grand Désir. Einem ersten Auftritt im Fringe-Programm des Utrechter Festivals für Alte Musik 2005 folgten zahlreiche  Konzerte und Radioeinspielungen. 2009 gewann Grand Désir den Publikumspreis der York Early Music Festival Young Artist’s Competition. Heute bietet Grand Désir verschiedene Programme in unterschiedlichen Besetzungen an. Ein umfangreiches Repertoire und ein spezielles Interesse im Bereich der Musikpädagogik machen Grand Désir zu einem einzigartigen Ensemble für Alte und Neue Musik.